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    Friederike Uhlig

 

 Motto Friederike Uhlig

 

 
 

Referenzen

Nadine mit ihrem Hannes

                                                                                                 
Ich begann als 10-Jährige im örtlichen Reitverein Reitstunden zu nehmen. Zuerst an der Longe, dann in der Abteilung. Reitschulgehoppel auf verrittenen Schulpferden – also hieß es Treiben, Treiben und vorne Halten ohne Gespür, Gefühl und Hintergrund. Bald hatte ich Pflegepferde und fragte mich schon damals, warum die Tiere so hart angefasst werden mussten und 24 Stunden in der Box standen. In den Büchern stand es anderes und das mit Begründung! Schon da klafften für mich Theorie und Praxis auseinander. Mit 13/14 Jahren frustrierte ich total daran und kehrte den Reitställen den Rücken. Ich wollte es nicht weiter fördern und zusehen, und Alternativen gab es nicht. So vergingen einige Jahre ohne wirklich zu Reiten oder dem Kontakt zu Pferden. 2003  nahm ich in einer Leipziger Reitschule wieder Unterricht. Die Reitlehrerin war gut, die Pferde nicht. Und ein neues Problem kam hinzu: Ich hatte Angst! Bald suchte ich mir eine Reitbeteiligung. Bedingung: Braves Pferd! Vier Jahre lang war ich die verlässige Reitbeteiligung zweier Pferde (einer Haflingerstute und eines sächs. Warmbluts), von denen ich jeweils viel lernte. Während dieser Zeit fand ich auch zu dem Reitstil und dem Dünken, das meiner Art entsprach. Klassische Reitkunst hieß das Zauberwort, doch was verbarg sich dahinter? Ich verschlang zunächst Bücher und besuchte einschlägige Foren. Leider fand sich im Leipziger Raum kein Trainer. 2007 halfen mir der Zufall und das Glück bei einem weiteren wichtigen Schritt. Nun wollte ich etwas Eigenes und kein Pferd mehr teilen! Und wie aus dem Nichts bot mir eine Freundin ihren Haflinger an: Hannes. Erstmal "zur Verfügung", und dann wollten wir weitersehen.

 

 

 

   Nadine mit Pferd Hannes

 
 
  Sie kannte ihn von Fohlenbeinen an und kaufte ihn als Jährling. Bisher war er reines Geländepferd, und sie war erst ein Jahr vorher selbst in die klassische Reitweise gewechselt. Darüber war sogar der Haflinger für die Dressurarbeit zu begeistern. Natürlich wollte sie, dass man das beibehält und suchte jemanden, der mit dem "Büffel" klar kam. Im Februar 2007 trat Hannes die Reise vom Erzgebirge nach Leipzig an. Ein Jahr später wechselte er - trotz einiger Höhen und Tiefen und Problemchen - offiziell den Besitzer. Ich wollte an meiner Aufgabe wachsen, und Hannes war ein Berg an Dingen, die ich bewältigen lernen muss. Unter anderem eben meine Angst und seine diversen Problemchen, aufgrund seines Körberbaus und Charakters. Hannes und ich arbeiten immer noch an den Basics. Ich lerne also nach knapp 2 Jahrzehnten Reiten, mit meinem Pferd korrekte Volten zu reiten. Sowas kann manchmal frustrierend sein, aber sicher kann man nach all den Jahren immer noch viel verbessern. Schwierig macht es Hannes Körperbau und eben auch seine kleinen Macken, aber darauf kann man sich ja nicht ausruhen. Anfänge der Seitengänge im Schritt gibt es auch und so langsam lässt sich im Trab eine Schwebephase erkennen. Weitere Baustellen sind der Rechtsgalopp, der Galopp allgemein und eine schöne Selbsthaltung.
Hannes heißt mein 1997 geborener Haflingerwallach, der sehr im ursprünglichen Kaltbluttyp steht. Sein Vater ist Hofgänger, ein Hengst den man bald aus der Zucht nehmen musste, weil er seinen recht eigenwilligen Charakter stark vererbte. Dominant und starrsinnig. So habe ich einen echten Lehrmeister in Bezug auf Geduld und "andere Wege gehen". Bei reinem Druck macht Hannes dicht und explodiert auch mal, genau wie er bei unklaren Anweisungen nur ökonomische Bewegungen zeigt.
Friederike lernte ich über das Forum Klassikreiten Forum kennen und nachdem sie von Wien nach Leipzig zurückkehrte trafen wir uns sofort und hielten lockeren Kontakt. Als meine vorhergehende Trainerin aus Augsburg Mitte 2009 die Kurse absagen musste, sprang Friederike automatisch als Reitlehrerin ein. Sie holte uns dort ab, wo wir standen und vermittelte uns allmählich ihre Vorgehensweise, die sich schon etwas von meinen vorherigen Trainern unterschied. Aber schon wenige Einheiten trugen Früchte und ich war begeistert, wenn auch aus der Puste …  Derzeit reite ich nicht aktiv im Unterricht mit – „andere Umstände“ sind dafür verantwortlich. Aber wenn es passt, dann reitet Friederike Hannes selbst und gibt meiner lieben Freundin/Reitbeteiligung Unterricht auf ihm. Was ich da sehe gefällt mit gut. Auch der Longen- oder die Langzügelarbeit erklärt Friederike ausführlich und genau, dabei lässt sie sich auch nicht von Hannes Allüren oder meinen Ningeleien aus dem Konzept bringen.
Meine Ziele sind die Angst zu besiegen, besonders im Gelände und Hannes soweit es geht zu fördern. Dazu ist die dressurmäßige Arbeit ideal. Wir arbeiten viel an meinem Sitz und der Stabilität, so dass auch Hannes spürt, dass er nicht machen kann was er will. Zudem muss er aufgrund einer Stoffwechselstörung Dauerdiät halten und soll viel bewegt werden, dabei soll er natürlich nicht den Spaß verlieren, was bei den abwechslungsreichen Aufgaben, die Friederike uns im Unterricht stellt wohl auch nicht vorkommen wird.